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ISOVOLT 3003

Industrielles Röntgengerät

Besondere Merkmale des Röntgengeräts ISOVOLT 3003: mittelfrequenter Konverter, IGBT-Technik im Leistungsteil, SMD-Technik, LCD-Display, Softkeys und die damit gegebene Integrationsmöglichkeit in ein rechnergesteuertes Röntgensystem sowie automatische Betriebsdatenerfassung.

Durch Anwendung der mittelfrequenten Konvertertechnik ergeben sich hohe Stabilitätswerte, geringeres Gewicht, kleinere Geräteabmessungen und geringer Stromverbrauch.

Der Einsatz eines Mikroprozessors bietet gesteigerte Betriebssicherheit, Dialogfähigkeit, erhöhten Bedienungskomfort und Servicefreudlichkeit (History-Memory und Modem-Support).

 

 

 

Merkmale

Standby-Schaltung

Diese Betriebsart wird über den Schlüsselschalter des Bedienmoduls gewählt. Die Versorgungsspannung des IV 3003 bleibt eingeschaltet und die Kühlung ist weiterhin aktiv. Kondensation in der Leistungselektronik wird durch Thermostatregelung verhindert.

Das System bleibt in dieser Betriebsart auf Betriebstemperatur, kann aber nicht bedient werden, weil alle Eingaben gesperrt sind.

Da der Schlüssel in dieser Stellung abgezogen werden kann, wird ein unbefugtes Bedienen des IV 3003 verhindert.

Kühlung

Zum Schutz der Röntgenröhre werden Kühlwassertemperatur* und Kühlwasserdurchfluss bei eingeschalteter Strahlung ständig überwacht. Die Temperaturüberwachung erfolgt durch Thermoschalter. Der Durchfluss wird mit eigensicherem Turbinenströmungswächter überwacht. Bei Verwendung einer Kühlpumpe ist der Turbinenströmungswächter in diese eingebaut.

Automatisches Einfahren der Röhre

Zur Erhöhung der Lebensdauer einer Röntgenröhre wird diese im Einfahrbetrieb automatisch an die gewünschten Betriebswerte herangeführt.

Die Betriebspause wird aus den bisher gefahrenen Betriebswerten und den Daten der eingebauten Echtzeituhr ermittelt.

Ausschalten

Beim Ausschalten des Gerätes werden die zuletzt gewählten Werte für Spannung, Strom und Betriebsart bis zum nächsten Einschalten erhalten.

Sicherheitseinrichtungen

  • Fail-Safe-Schaltung für Hochspannungskontrolllampe (in der Frontplatte)
  • Mobile externe Warnblitzleuchte (Fail-safe) oder normale Warnlampe
  • Doppelte Hochspannungsschütze mit seriell geschalteten Kontakten
  • NOT-AUS-Schlagtaster, verknüpfbar mit externen NOT-AUS-Schaltern
  • Zwei Türkontakt-Anschlüsse auf je ein Hochspannungsschütz wirkend

Schutzeinrichtungen

Es können die Grenzdaten von 8 Röhrentypen einprogrammiert werden, wobei die Röhrenparameter frei gewählt werden können. Folgende Röhrenparameter sind in Menütechnik wählbar:

  • Nennspannung
  • Anodenverlustleistung
  • Grenzheizstrom

Während des Betriebes sind folgende Überwachungsschaltungen aktiviert:

  • Relative Über- und Unterspannungsabschaltung
  • Absolute Überspannungs- und Unterspannungsabschaltung
  • Relative Überstromabschaltung
  • Absolute Überstrom- und Unterstromabschaltung
  • Leistungsüberwachung
  • Kühlkreislauf-Überwachung in Bezug auf Kühlmitteldurchfluss
  • Temperaturüberwachung für Hochspannungserzeuger und Leistungselektronik

Betriebsarten

Folgende Betriebsarten sind wählbar:

  • Konstantstrombetrieb
    In dieser Betriebsart wird die Röntgenröhre mit den voreingestellten Betriebswerten für Spannung, Strom und ggfs. Belichtungszeit betrieben.
  • Konstantleistungsbetrieb
    In dieser Betriebsart wird die Röntgenröhre mit den voreingestellten Betriebswerten für Spannung und ggfs. Belichtungszeit betrieben. Der Röhrenstrom wird automatisch auf den Wert eingestellt, den die Röhrenleistung bei gegebener Hochspannung zulässt.
  • Programmierter Betrieb
    Der programmierte Betrieb stellt eine erhebliche Arbeitserleichterung bei häufig wiederkehrenden Prüfaufgaben dar. Die Möglichkeit von Fehleingaben reduziert sich auf ein Minimum.
    In dieser Betriebsart ruft der Prüfer alle Röntgenparameter über eine Programm-Nummer auf.

    Je Programm werden die eingestellten Parameter Röhrenspannung, Röhrenstrom, Bestrahlungszeit, Brennfleckgröße und Röhrentyp unter einer Nummer abgespeichert.

Anwendungen

  • Luft- und Raumfahrt (Fertigung, Prüfung am Flügel)
  • Öl und Gas (Anlagenbau, Anlagenverwaltung, Rohrleitungsprüfung)
  • Energieversorgung (Anlagenbau, Anlagenverwaltung)
  • Automobil (Teilefertigung, Baugruppenprüfung)

Technische Daten

Hochspannungsgenerator

Maximale Ausgangsleistung 60 kV
Maximaler Ausgangsstrom 80 mA
Maximale Ausgangsleistung 3,5 kW
Mess- und Entladewiderstand 600 MΩ ±1% TK25

Röhrenspannung

Vorwahl und Einstellung digital oder quasikontinuierlich von 2 bis 60 kV, in Stufen von 0,1 kV
Sollwertanzeige digital, 4-stellig
Istwertanzeige digital, 4-stellig
Anzeigegenauigkeit ± 0,1 kV
Absolutgenauigkeit ± 1.5%
Wiederholgenauigkeit ± 0,01% bei konstanter Temperatur
Temperaturdrift < 100 ppm/C

Röhrenstrom

Vorwahl und Einstellung digital oder quasikontinuierlich von 2 bis 80 mA, in Stufen von 0,1 mA
Sollwertanzeige digital, 3-stellig
Istwertanzeige digital, 3-stellig
Anzeigegenauigkeit ± 0,1 mA
Absolutgenauigkeit ± 1%
Wiederholgenauigkeit ± 0,01% bei konstanter Temperatur
Temperaturdrift < 100 ppm/ C

Belichtungszeit

Das Gerät verfügt über einen programmierbaren Zeitgeber, der nullspannungssicher ist.

Vorwahl und Einstellung digital einstellbar von 0,1 bis 99,9 Minuten
Sollwertanzeige digital, 3-stellig
Istwertanzeige digital, 3-stellig
Angezeigt wird die verbleibende Restzeit. Nach Netzausfall kann die Belichtung ohne Zeitfehler fortgesetzt werden.

Vorwarnzeit

Vorwahl und Einstellung digital einstellbar von 2 bis 250 Sekunden oder deaktiviert

Programmierter Betrieb

Anzahl der speicherbaren Programme 250
Röhrenparameter (Grenzdaten)
Anzahl der Speicherplätze
für Röhrenparameter
8
mit digital zugeordneten Röhrengrenzdaten wie Nennspannung, Grenzheizstrom, Anodenverlustleistung

Technik

20 kHz IGBT-Technik für Hochspannungs- und Heizkreis

Störaussendung nach EN 55011A, Klasse A
Störfestigkeit nach IEC 801-2/1991, 801-3/1984, 801-4/1988

Anschlusswerte und mechanische Abmessungen

Elektrischer Anschluss 1/N~ 230 V ±10%, 50/60 Hz
Aufnahmeleistung 4150 W bei 60 kV, 58 mA
Max. Stromaufnahme 24 A
Netzsicherung 32 A (nach VDE)
Schutzleiteranschluss 6 mm² Cu
Schutzart nach EN 60529, IP00 (Einschub), IP32 (Einschub im Tisch/Gehäuse)
Kühlwasseranschluss 3/4“
Kühlwasserverbrauch min. 3,5 l/min., min 4,5 bar, max. 7 bar, Auslauf druckfrei
Kühlwassertemperatur >Taupunkt < 25 °C
Maße 483 mm x 266 mm x 680 mm (BxHxT), 19“ (48 cm)-Einschub
Gewicht ca. 57 kg

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